Achtung Bissig

Wir – Quo vadis – Wohin gehen wir?

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Die Menschen sind verunsichert wie schon lange nicht. In Film, Funk und Fernsehen, in den Printmedien: täglich Bilder von verzweifelten Menschen, die auf der Flucht sind; dazu immer öfters Bilder über erschreckende Terrorszenen; dazwischen widersprechende Zahlenmaterialien  betreffend  der wachsenden/fallenden Kriminalität etc.. Unsicherheit und Angst machen sich breit. Dazu noch die eigene Ohnmacht, nicht wirklich helfen zu können/wollen! Was soll man da noch glauben? Wohin geht der Weg? Was ist los mit Europa, mit der Welt?

Wir in unserem regionalen Umfeld – das muss einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden – wir können keine Lösungen anbieten. Selbst der deutsche Bundespräsident, der hinsichtlich seiner Gesinnung absolut integer ist, formulierte das aktuelle Dilemma zuletzt wie folgt: „Unser Herz ist weit. Aber unsere Möglichkeiten sind endlich.“. Wer hier mit plakativen und populistischen Vorschlägen als Weltverbesserer in Erscheinung tritt, ist entweder realitätsfremd oder will die Umwelt bewußt in die Irre führen. Wir können das Leid einzelner nur mildern. Und da hat Österreich sowieso eine Vorbildfunktion in der ganzen EU. 

Aber man darf unter all diesen Aspekten die Bedürfnisse, die Belangen, die Ängste und  die Nöte der eigenen Bevölkerung und sohin auch unserer Wähler nicht vernachlässigen. Daher hat die  ÖVP Leonding sich gegen den beabsichtigten Standort einer Flüchtlingsunterkunft in unmittelbarer Nähe eines bestehenden Kindergartens im Zentrum von Leonding ausgesprochen. Nochmals: Gegen den Standort! Und dies hat überhaupt nichts damit zu tun, welcher Gesinnung man angehört.

Abschließend noch eine kleine Bemerkung zum Thema Mindestsicherung, welcher Begriff zuletzt ebenfalls ins mediale Rampenlicht gerückt ist: Wenn man berücksichtigt, dass ein Bürger, der 45 Jahre lang schwer gearbeitet hat, schlußendlich im Jahre 2012 als ASVG-Versicherter eine durchschnittliche Bruttopension (!) von € 1.400,-- bezogen hat (Quelle Salzburger Nachrichten), dann relativieren sich ganz schnell  die Aufregungen um die Reduzierung der Mindestsicherung.